Fachbereiche - Labor- und Produktionsberufe
Zusammenführung Labor und Produktion
Im Rahmen der Organisationsentwicklung formiert sich durch die Zusammenführung der Labor- und Produktionsausbildung ein neuer Bereich. Das Berichtsjahr brachte diverse Herausforderungen, aber auch schöne Bildungserfolge mit sich.
Eine bedeutende organisatorische Veränderung war die Einführung der Selbstorganisation im Team Produktion: ein wichtiger Schritt in Richtung einer agilen Organisation, der es ermöglicht, flexibler und schneller auf Veränderungen zu reagieren.

Die neue Struktur hilft, Synergien zu schaffen und eine effiziente Nutzung der Ressourcen zu gewährleisten. Der Prozess der Zusammenführung ist noch nicht abgeschlossen und wird uns auch 2025 weiterhin begleiten. Eine weitere bedeutende organisatorische Veränderung war die Einführung der Selbstorganisation im Team Produktion: ein wichtiger Schritt in Richtung einer agilen Organisation, der es ermöglicht, flexibler und schneller auf Veränderungen zu reagieren. Das Ziel ist, Verantwortlichkeiten besser verteilen und notwendige Entscheidungen schneller treffen zu können. Im Zuge der Einführung selbstorganisierter Teams wurden auch die Führungsstrukturen angepasst.
Personelle Wechsel
Im Bereich Labor hat das Team der Fachrichtung Biologie mit Thomas Gysin einen neuen Leiter erhalten. Vor allem im Team Produktion gab es im Berichtsjahr einige personelle Wechsel. In einer Zeit des Wandels forderte dies das Team zusätzlich heraus und verlangte den Mitarbeitenden ein hohes Mass an Leistungsbereitschaft und Flexibilität ab.
Totalrevision
Für den Beruf Chemie- und Pharmatechnologe/-technologin EFZ (CPT) sind die Vorbereitungen auf die Totalrevision der Bildungsverordnung im Gang. Die Revision soll sicherstellen, dass unsere Ausbildungsangebote stets den neuesten Anforderungen und Entwicklungen entsprechen. Dabei werden unter anderem die Ausbildungsinhalte und das Ausbildungsmodell angepasst. Die neuen Bildungserlasse sollen per 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Erfolgreiche Lehrabschlüsse
Die Lehrabschlüsse im Sommer 2024 zeichneten sich durch hohe Notendurchschnitte und einen beachtlichen Ranganteil aus. In Muttenz betrug die Erfolgsquote bei den Chemie- und Pharmatechnologen/-technologinnen sowie bei den Laboranten/-innen der Fachrichtung Biologie sogar 100%, ebenso am Standort Neuhausen in der Fachrichtung Chemie. Die exzellenten Abschlüsse sind das Ergebnis des hohen Engagements aller Ausbilder/-innen, hoher Standards und einer kontinuierlichen Entwicklung der Ausbildungsprozesse.
Besondere Herausforderungen
Der Trend zu einer rückläufigen Anzahl an Lehrbeginnern/-innen bei den Laboranten/-innen in der Fachrichtung Chemie erfordert eine intensivere Rekrutierung und Anpassung unserer Ausbildungsangebote an die Bedürfnisse unserer Kunden und ihrer Nachwuchskräfte. Ein weiterer Punkt sind die hohen Kosten für Energien, Chemikalien und Verbrauchsmaterialien; diesen begegnen wir mit einer umsichtigen Planung und Organisation im Bereich der Infrastruktur. Eine weitere Herausforderung ist die weiterhin ansteigende Anzahl Lernender, die aufgrund psychischer Belastungen besondere Betreuung benötigen. Dies hat leider auch zu einer erhöhten Lehrabbruchquote geführt. Durch eine intensivere und professionalisierte Betreuung sowie eine verbesserte Unterstützung der Lernenden wirken wir diesem Umstand konsequent entgegen.
Ausblick und Fazit
2025 wollen wir im Bereich Labor und Produktion die Selbstorganisation weiterentwickeln und noch agiler werden. Die aktuellen Ausbildungsmodelle und -inhalte werden auf den Prüfstand gestellt, um zu gewährleisten, dass sie den sich ständig verändernden Anforderungen der Branche gerecht werden.
In der Ausbildung der CPT soll der Praxisanteil erhöht werden; ein verstärkter Fokus auf die praktische Ausbildung soll den Lernenden helfen, ihre Fähigkeiten noch stärker auszubauen. Ausserdem werden in der Ausbildung im Beruf CPT Theorie und Praxis klarer getrennt.
2024 war ein Jahr der Weiterentwicklung und der Anpassung an neue Anforderungen. Wir konnten zahlreiche Erfolge verzeichnen und sowohl die Ausbildungsqualität als auch die organisatorische Effizienz steigern. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Ausbildungsmodelle sind wir zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren einen bedeutenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in den Bereichen Chemie, Pharma und Life Sciences zu leisten.