Fachbereiche - Berufsfachschule
Selbstorganisation und Resilienz
Selbstorganisierte Teams, erfreuliche Prüfungsergebnisse, Massnahmen für die mentale Gesundheit und die Einbindung von künstlicher Intelligenz (KI) in den Unterricht: All dies und noch mehr hat das Jahr in der Berufsfachschule geprägt.
Die bereits erprobten Strukturen mit selbstorganisierten Teams im Rahmen der Organisationsentwicklung wurden weiter gestärkt.

2024 lag die Erfolgsquote an der Berufsfachschule beim eidgenössischen Fähigkeitszeugnis und bei der Berufsmaturität bei 100 %. Die lehrbegleitende Berufsmatur (BM1) bestanden acht Lernende, vier von ihnen sogar mit Rangnoten. Generell waren die Theorienoten gut bis ausgezeichnet.
Erwähnenswert sind hier auch die hervorragenden Projektarbeiten im dritten Lehrjahr: einerseits fächerübergreifende Berufsmaturitätsabschlussarbeiten, andererseits aber auch Vertiefungsarbeiten in der Allgemeinbildung, die im Team entstanden sind und zeigen, dass sich die Lernenden nebst viel Wissen auch bemerkenswerte überfachliche Kompetenzen angeeignet haben. Auch die transparente Einbindung von KI hat zu besseren Ergebnissen geführt, ohne dass die eigentliche Denkarbeit der Projektteams geringer geworden wäre.
Selbstorganisierte Teams
Die bereits erprobten Strukturen mit selbstorganisierten Teams im Rahmen der Organisationsentwicklung wurden weiter gestärkt. Das Berufskundeteam für die Laborantinnen und Laboranten nahm das zweite Lehrjahr mit der neuen Bildungsverordnung erfolgreich in Angriff und führte erstmals eine neu konzipierte Standortbestimmung durch. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen leiteten Lernende und Lehrpersonen wichtige Lernschritte für die Zukunft ein. Das Team Allgemeinbildung aktualisierte die Konzepte für die anspruchsvollen Vertiefungsarbeiten und passte sie an die neuen Möglichkeiten der KI an.
Freuen durfte sich das Englisch-Team über die hervorragenden Ergebnisse bei den Cambridge Exams. Der Wechsel von London nach Eastbourne für die zwei Intensivwochen zur Vorbereitung war ein voller Erfolg und wird 2025 beibehalten. Die Intensivwoche der Berufsmaturitätsklasse in Lausanne war ein Highlight für die rund 20 Lernenden des ersten Lehrjahres, die mit Sprachunterricht und Projekten richtig in die französische Sprache eintauchten. Alle Lernenden erreichten genügende bis sehr gute Schlussnoten in Französisch.
Das Sportteam führte nebst dem Sportunterricht in den eigenen Turnhallen auch 2024 wieder viele schöne Anlässe durch wie einen Sporttag im September, einen Schneetag und eine Volleynight mit den Lernenden und auch den Mitarbeitenden. Hinzu kamen die Teilnahme am Basler Stadtlauf, Ausflüge in eine Boulderhalle, Schwimmen im Joggeli und Bowling zum Jahresabschluss.
Mental Health
Wie jedes Jahr fand für die neuen Klassen des ersten Lehrjahres ein Kennenlernlager in den Bergen statt, weit weg vom Alltag. Bei dieser Gelegenheit wurden unter anderem auch die ersten sechs Wochen der Probezeit besprochen und das Vertrauensverhältnis zwischen den Lernenden und den «Coaches» weiter ausgebaut.
Nach dem erfolgreichen Resilienz-Pilotworkshop mit dem damaligen ersten Lehrjahr im Frühling wurde die flächendeckende Durchführung mit allen ersten Klassen geplant. Das Resilienz-Pilotprojekt wurde am aprentas-Forum durch die Leiterin sowie teilnehmende Lernende vorgestellt und stiess dort auf grosses Interesse.
Das neue externe Beratungsangebot hat einigen Lernenden in kleineren und grösseren Krisen zusätzliche Unterstützung geboten. Dem Kollegium standen zusätzliche Fachleute zur Seite, mit denen sie sporadisch speziell anspruchsvolle Fälle besprechen konnten. Diese Art von Supervision wurde seitens der Werkschule und Berufsfachschule sowie der pädagogischen Mitarbeitenden der Wohnheime sehr geschätzt.